Zu Gast … in der Toskana

Der Himmel, die Landschaft, der Geruch nach Pinien und Oliven – die Toskana ist einfach ein Traum. Und auch kulinarisch kann man hier schwelgen.

„Das Land, wo die Zitronen blühen“ – Dichter Johann Wolfgang von Goethe hat es schon vor über 230 Jahren treffend geschrieben. Und auch heute ist Italien immer noch das Traumziel vieler Deutscher. Denn, hat man erst mal die Alpen hinter sich gebracht, leuchtet der Himmel gleich ganz anders und Leichtigkeit liegt in der Luft.

Sehnsuchtsregion vieler Italienpilger ist die Toskana. Die Region in der Mitte des Landes mit seiner wunderschönen Hauptstadt Florenz ist auch heute noch das Kernland der Renaissance und bietet alles, was man für einen perfekten Urlaub braucht: Wunderschöne hügelige Landschaften mit tiefen Wäldern und Weinbergen, Olivenhaine und die weltberühmten Pinien und Säulenzypressen. Es gibt schöne Städte wie Siena, Pisa oder Livorno, die immer noch die jahrtausendealte Geschichte ausatmen und weiße Strände. Dazu kommen herzliche Menschen und eine Küche, bei der einem schon mal das Wasser im Mund zusammenlaufen kann.

Entsprechend findet man auf den Speiseplänen alles von Fleisch bis Fisch und Wurst, aber auch Gemüse, Obst und Käse. Jedes Gebiet hat so seine Spezialitäten. Gekocht wird in der Toskana eher traditionell. Der Landstrich galt früher als ärmlich, das spiegelt sich immer noch in der Küche und den Rezepten wider. Diese beinhalten nämlich viele Zutaten, zu denen früher alle Zugang hatte, also Gemüse aus dem Garten, frischer Fisch oder Wildfleisch. Kein Wunder also, dass alle Gerichte einen intensiven Geschmack haben.

Egal, ob man in Livorno am Hafen eine Schale der Fischsuppe namens Cacciucco löffelt, auf der Piazza del Campo in Siena Hühnchen alla Cacciatora genießt oder in einer kleinen Trattoria auf dem Land Panzanella, den toskanischen Brotsalat, isst, man kann kulinarisch nur wenig falsch machen. Beliebt sind auch Gerichte mit weißen Bohnen wie die Gemüsesuppe Ribollita. Zu jedem Essen gibt es immer Brot. Das mögen die Toskanesen übrigens gerne ungesalzen.

Zum Frühstück nascht man in der Toskana nur ein Cornetto, ein süßes Gebäck, das in den morgendlichen Espresso getunkt wird. Den bekommt man auf dem Weg zur Arbeit in der nahegelegenen Bar. Zum Mittag gibt es gerne drei Gänge mit z. B. Suppe oder Pasta als Primo (erster Gang), einem Hauptgericht, das meist aus Fleisch besteht, und einem Dessert. Dazu wird etwas Wein und nach dem Essen Espresso gereicht. „Pranzo di Lavoro“ oder „Menu prezzo fissato“ nennt man den Lunch. Abends gibts das „Cena“, so heißt das italienische Abendessen, das gerne mal bis in die Nacht dauert. Buon appetito!

Hähnchen alla CacciatoraDazu ein Glas italienischer Rotwein: Toskana-Feeling pur!