Kulinarische Deutschlandreise: Lyoner-Quiche

Von den französischen Nachbarn inspiriert: Quiche im Saarland

Ein herzhafter Kuchen aus Mürbeteig mit einer würzigen Füllung – die Quiche stammt ursprünglich aus der französischen Küche, wird aber auch im Saarland gern gegessen. Besonders, wenn eine Lyoner mit in die Quiche darf.

Im Saarland wird die Lyoner bzw. Fleischwurst auch „der Lyoner“ genannt, ist dort Kult. Dabei ist „der Lyoner“ eng mit dem saarländischen Bergbau verbunden. Weil die kräftezehrende Arbeit unter Tage nach einer entsprechend kalorien- und proteinreiche Ernährung verlangte, war der Bedarf der Bergmänner an Fleisch recht groß. Da Steaks zu teuer für die Kumpel waren, nahmen viele einen Lyoner mit unter Tage. Deshalb wurde „der Lyoner“ auch das „Steak des Bergmannes” genannt.

© S. Toth

Statt Bauchspeck verwenden einige Köche bei der Lyoner-Quiche auch gerne Dörrfleisch. Überhaupt sind die herzhaften Kuchen wunderbar variabel – die klassische „Quiche Lorraine“ wird mit Speck, Zwiebeln und Porree gefüllt, beliebt sind auch reine Gemüse-Quiches oder Kombinationen mit Hackfleisch oder Lachs. Der Mürbeteig muss nicht zwingend vorher blindgebacken werden, wird so aber besonders knusprig. Als schnelle und einfache Alternative für Mürbeteig kann Blätterteig verwendet werden.

Rezept für Lyoner-Quiche

Lyoner-QuicheSchmecken lauwarm am besten: Quiches.